Vor ein paar Tagen haben wir festgestellt, dass wir eine Taube 'haben'. Sie kommt mehrmals am Tag, um sich auf der Fensterbank unseres Balkons auszuruhen. Zuerst wollte ich sie wegjagen, aber dann hörte ich diesen Gedanken in meinem Kopf: „Was, nur weil ich hässlich bin, jagst du mich jetzt weg? Wenn ich eine schöne Krähe oder eine bunte Meise wäre, würdest du mich sicher anders behandeln!“ Und tatsächlich, sie hatte Recht. Also bedankte ich mich in Gedanken bei dieser Taube und hieß sie willkommen. In den nächsten Tagen kam die Taube regelmäßig zu uns, und jedes Mal spürten wir eine Art Verbundenheit, eine Freude, wie eine kleine Freundschaft. Wenn ich ihren Flügelschlag höre, freut sich mein Herz sofort und ich denke: 'Diese Taube hat uns gewählt und dafür danke ich ihr'. Und dann kam der Traum des Heiligen Franziskus.
In dem Traum sah ich einen kleinen Vogel in einem wunderschönen schillernden Blau! Ich ging näher heran, um ihn besser sehen zu können. Seine strahlende Schönheit berührte mich, und kurz darauf verwandelte er sich in ein kreuzgesticktes Porträt des Heiligen Franziskus. Das Porträt war lebendig. Das Gesicht des Heiligen bewegte sich und sprach. Ich sagte ihm, dass ich seine große Liebe und Bewunderung für die Natur und all die Tiere nicht ganz verstehen konnte. Ich liebe Tiere und die Natur aber er schien viel mehr darin zu sehen. Er sprach zu mir und ich sah wie der kleine Vogel immer wieder seine Form in anderen Tieren veränderte, als wolle er sagen, dass es nicht seine Form, sondern seine Essenz, seine Seele, ist, die diese Schönheit ausstrahlt. Ich weinte, weil ich es endlich verstand und war so berührt, das sagte ich auch immer wieder ("Adesso capisco" - jetzt verstehe ich das). Dieses Licht war so lebendig und so glänzend, dass es alles übertraf ✨
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen