
# Handlung:
Daniele ist zwanzig Jahre alt, als er nach einem gewalttätigen Wutausbruch einer medizinischen Zwangsbehandlung unterzogen wird. Es ist Juni 1994, ein Sommer der Fußballweltmeisterschaft.
An seiner Seite die Zimmergenossen aus der Psychiatrie, die die Woche der Zwangseinweisung mit ihm verbringen werden: fünf Männer am Rande der Welt. Beunruhigende und zärtliche Charaktere, ungestüm und doch weise, vom Leben überfordert wie er selbst. Wie er unfähig, nicht zu leiden und nicht unverhältnismäßig zu lieben.
Von Madonninas ruhelosen Augen bis zum Schwarz-Weiß-Foto von Giorgios Mutter, von Gianlucas stürmischer Freude bis zu Marios wiederauferstandenem Vogel. Bis hin zu dem Nichts, das Alessandro aufgezwungen wird.
Zusammengehalten durch den Krankenhausaufenthalt und die erstickende Hitze, befragt von gleichgültigen Ärzten, behandelt von verängstigten Krankenpflegern, spüren Daniele und die anderen Tag für Tag ein Gefühl der Brüderlichkeit und ein nie zuvor empfundenes Bedürfnis nach gegenseitiger Unterstützung. In den Abgründen des Wahnsinns leuchtet eine schöpferische Menschlichkeit auf, die Mencarelli mit einzigartiger Zartheit und Kraft zum Ausdruck zu bringen weiß.
Wie schwierig ist es, über ein Buch zu sprechen, das mir besonders gut gefallen hat? Ich weiß nicht mehr, welches andere Buch mir diesen Titel empfohlen hat, aber ich weiß, dass ich, sobald ich das Buch in den Händen hielt, einen sehr starken Ruf verspürte. Als wollte es sagen: 'Beatrice, das ist der Weg!
Ich habe das Buch in nicht einmal drei Abenden gelesen, aber ich hätte es gerne in einem Rutsch durchgelesen!
Wie viel Demut, Verständnis und Liebe steckt in diesen Protagonisten, die sich aus dem einen oder anderen Grund nicht an sich selbst, sondern nur an andere wenden können. Und so kann das Leben auch sein: sich in die Arme der anderen begeben, sich unterstützen lassen und das Gleiche für sie tun.
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